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Spital statt Skilager

 

Unerwarteter Einsatz für den Samariterverein am 21. Februar 2000: Auf der A3 verunglückte ein Reisecar mit Schülerinnen und Schülern, welche auf dem Weg in ein Skilager in Bad Ragaz waren.

Im verunglückten Car sassen 25 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte aus dem zürcherischen Egg. Sie waren unterwegs in ein Skilager auf dem Pizol, als der Car aus bisher noch ungeklärten Gründen zwischen Flums und Mels auf einen Lastwagen des Starssenunterhaltsdienstes prallte. Der Unfall ereignete sich um 8:30 Uhr. Beim Aufprall wurden die Passagiere heftig im Fahrzeug herumgeschleudert. Dabei wurden 13 Schülerinnen und Schüler, ein Lehrer sowie der Fahrer des Lastwagens teilweise so schwer verletzt, dass sie mit drei Helikoptern der Rettungsflugwacht, Ambulanzfahrzeugen und einem Rettungsauto in die Spitäler Walenstadt und Grabs eingeliefert werden mussten.

 

Erster Einsatz bei Notfall

Bald darauf kamen drei Mitglieder des Samaritervereins Mels zum Einsatz. Alarmchef Silvio Kuster informierte die Präsidentin Brigitte Walser, dass die 12 unverletzten Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren in die Mehrzweckanlage Heiligkreuz gebracht würden. Die Teenager zogen sich teilweise kleinere Prellungen und Schürfungen zu, welche von den zwei Samariterinnen und dem Samariter professionell behandelt wurden.

«Obwohl», so erinnert sich Brigitte Walser, «einige Journalisten es fast nicht glauben konnten, dass wir die Schülerinnen und Schüler ohne ärztliche Hilfe betreuen konnten. Die Pressevertreter mussten darauf aufmerksam gemacht werden, dass Samariterinnen und Samariter gut ausgebildete Leute und durchaus fähig sind, die Lage richtig abzuschätzen». Es versteht sich von selbst, dass die Medien zum Schutz der Kinder nicht in deren Nähe gelassen wurden. Brigitte Walser gab erst nach der Abreise der Jugendlichen Schweizer TV-Stationen Auskunft.

Betreuung, Beobachtung, Unterstützung: Mit diesen drei Worten umschreibt Brigitte Walser die Hauptaufgaben des für den Verein ersten Ernstfalls. Einige der Jugendlichen waren froh um die bereitgestellten Schreib- und Malsachen, um das Unglück auf diese Weise zu verarbeiten. Andere sassen teilweise apathisch in einer Ecke oder machten dem für sie noch Unfassbaren durch Sprechen und Bewegen Luft. Nebst der Pflege an Körper und Seele konnte der Schulklasse auch mit Tee, Brötli, Schokolade und Pizzas etwas über das eben Erlebte hinweggeholfen werden.

Bevor die Teenager gegen 15:30 Uhr die Heimreise nach Egg antreten konnten (das Lager wurde auf ihren Wunsch abgebrochen), musste sichergestellt werden, dass alle Jugendlichen in Egg von der Familie oder Bekannten weiter betreut würden.   (Samariter 5/00, Claudia Rohr)

 

Pressestimmen

Die zwölf unverletzten Schüler wurden kurz nach dem Unfall in ein Mehrzweckgebäude nach Heiligkreuz gebracht, wo sie von den speziell ausgebildeten Mitgliedern des dortigen Samaritervereins betreut wurden.   (Zürcher Oberländer)

Die Frauen des Samaritervereins Mels haben sich sehr einfühlend um die unverletzten Schüler gekümmert.   (Züri−Express)

 

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